Kollisionsminderungsbremsung
Kollisionsfolgen abschwächen
Im Fall einer bevorstehenden Kollision mit einem bewegten oder stehenden Objekt wird eine automatische Bremsunterstützung ausgelöst. Wenn bei geringem Abstand, noch vor der Kollision, durch Bremsung mit limitierter Verzögerung eine Geschwindigkeitsreduzierung von 20 km/h erreicht werden kann, wird eine begrenzte Notbremsung eingeleitet. Beträgt die Relativgeschwindigkeit zum ausgewählten Zielobjekt weniger als 20 km/h, kann eine Kollision vollständig vermieden werden. Ist die Relativgeschwindigkeit größer als 20 km/h, wird der Aufprall zumindest noch abgeschwächt.
Erkennung durch Radarsensoren
Das Bremssystem zur Kollisionsminderung (Collision Mitigation Braking, CMB) nutzt einen Radarsensor (24 oder 77 GHz), um Abstand und Relativgeschwindigkeit zum nahenden Objekt vor dem eigenen Fahrzeug direkt zu ermitteln. Der Radarsensor erkennt eine potenziell gefährliche Situation und löst ein Warnsignal aus, um den Fahrer zu alarmieren. Das Warnsignal kann akustisch, visuell oder haptisch sein.
Falls der Fahrer nicht reagiert und das System weiterhin eine mögliche Kollision erkennt, setzt automatisch ein Vorbefüllen der Bremse ein, um im Notfall sofort und ohne Zeitverlust die maximale Bremskraft bereitstellen zu können. Die CMB-Technologie von TRW erkennt bewegte und stehende Objekte und bietet Bremsassistenzunterstützung über nahezu den vollen Geschwindigkeitsbereich an, wobei die Reaktion auf stehende Objekte nur bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h sicher gewährleistet ist.

